Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder …

von Jim Baker //

Im Vorfeld haben mich viele gefragt, wie ich mir das Verlagsfest zum 20jährigen Bestehen des Querverlags so vorstelle. Relativ spontan kam dann immer meine Antwort: „Ach, wie ein nettes Klassentreffen!“

Und genauso schön fand ich es auch. Ein bisschen wie eine „20 Jahre Abi“-Veranstaltung samt Diashow, Schlangen vor dem Buffet, Gesichtern, die man ewig nicht mehr gesehen hat, und lustigen Gastauftritten. Und ich hoffe auch sehr, dass die ungefähr 170 Gäste sich genauso wohlgefühlt haben wie ich mich letzten Samstag im „Wilden Oscar“ der Berliner Schwulenberatung.

>>> Weiter geht’s mit Jims Text nach der Fotogalerie. Die Reihenfolge der Fotos ist übrigens zufällig und sortiert sich mit jedem Aktualisieren der Seite neu. Alle Fotos (c) Ariane Rüdiger. <<<

Soeben erreichte mich die Dankes-Mail einer Frau, die beim Fest dabei war und eher dem heterosexuellen Kreis der Kulturschaffenden zuzurechnen ist. Sie schreibt mir, wie schön sie den Abend fand – vor allem, weil sie den Eindruck habe, der Querverlag sei so „fest verankert in der Szene“. Und wenn ich überlege, was Ilona und ich vor über 20 Jahren in dem Verlagskonzept, das wir der Berliner Sparkasse bei der Existenzgründung vorlegten, als „Zielsetzung“ geschrieben haben, muss ich 20 Jahre später mit einer gewissen Genugtuung schmunzeln:

„Der Verlag versteht sich als Teil der Lesben- und Schwulenbewegung, will sich in der Szene verankern und für sie die entsprechenden Bücher verlegen. Der Querverlag will Vermittler zwischen lesbischen und schwulen Inhalten und deren LeserInnen sein und die Interessen der Lesben und Schwulen besser, effizienter und zielbewußter als andere Verlage bedienen.“

So scheinen wir zumindest in dieser Hinsicht ein Ziel erreicht zu haben! Auch wenn mir das eigentlich viel früher hätte auffallen müssen. Aber vielleicht brauchte es dann doch einen Festakt, um zu merken: Wir sind da angekommen, wo wir vor 20 Jahren hinwollten!

Also an alle, die dabei waren, und auch an alle Eingeladenen, die es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht geschafft haben: Ein herzliches Dankeschön für die letzten 20 Jahre! Inzwischen fühle ich mich dann doch sehr „verankert“.

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Jim Baker ist Mitbegründer und Geschäftsführer des Querverlags.

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